image

Schluss mit überpflegter Haut und Pickeln um den Mund – so geht Hautpflege für Minimalisten

Hautwissen
Problemlöser
Rötungen
Spannungsgefühle
empfindliche und sensible Haut
trockene Haut

Peelings, reichhaltige Feuchtigkeitscremes, Toner, Seren – oft werden im Rahmen der täglichen Hautpflegeroutine mehrere Produkte gleichzeitig oder in schneller Abfolge angewendet, in der Hoffnung auf ein besseres Hautbild. Das Benutzen von Produkten, die nicht zum Hauttyp passen, oder eine Überpflegung der Haut kann jedoch das genaue Gegenteil bewirken. Nämlich die Haut überfordern und reizen, sodass Pickel um den Mund, Rötungen und Ausschlag entstehen. Denn: Die Haut zu überpflegen kann ihre Barriere aus dem Gleichgewicht bringen. Dann gilt es, die überpflegte Haut zu regenerieren. Um zu verstehen, was die Haut wirklich braucht, lohnt sich ein Blick auf ihre Barrierefunktion. Mit einer geeigneten Hautpflege, die zum Hauttyp passt, lässt sich dieser wichtige Schutzmechanismus unterstützen.

Artikelübersicht

Hautbarriere – natürlicher Schutzmechanismus mit vier Schichten

Die Haut übernimmt lebenswichtige Funktionen für den menschlichen Körper. So ist sie unter anderem ein essenzielles Schutzorgan, das als Barriere zwischen dem Organismus und der Umwelt fungiert und den Körper so vor äußeren Einflüssen wie Allergenen, Krankheitserregern, mechanischen und chemischen Schäden, Hitze und UV-Strahlung schützt.1,2 Die Hautbarriere kann in vier voneinander abhängige Schichten unterteilt werden. In Zusammenarbeit erhalten sie die strukturelle Stabilität und den Feuchtigkeitsgehalt der Haut, verhindern ein Ungleichgewicht des Mikrobioms – eine „Lebensgemeinschaft“ verschiedener Mikroorganismen auf unserer Haut – und wehren Entzündungen ab.3,4

Die physikalische Schicht

Sie ist hauptsächlich im Stratum Corneum (Hornschicht) – der äußersten Schicht der Epidermis (Oberhaut) – lokalisiert. Das Stratum Corneum wird auch als „Ziegel und Mörtel“-Modell beschrieben: Die Corneocyten, also abgestorbene Hautzellen, bilden die „Ziegel“. Sie verleihen der physikalischen Hautbarriere ihre strukturelle Integrität und Wasserundurchlässigkeit.3 Den „Mörtel“ bildet die sogenannte interzelluläre Lipidmatrix, die hauptsächlich aus speziellen Lipiden (Fette oder fettähnliche Substanzen), freien Fettsäuren und Cholesterin besteht. Sie dichtet die Corneocyten ab und sorgt für eine wasserabweisende Barriere.3

Eine wichtige Rolle für die physikalische Barriere spielt zudem das Protein Fillagrin, denn seine Abbauprodukte bilden den Natürlichen Feuchtigkeitsfaktor (Natural Moisturizing Factor (NMF))5 – ein zentraler Bestandteil einer gesunden und intakten Hautbarriere. Seine Aufgabe ist es, die Feuchtigkeit der Hornschicht zu bewahren.6

Die chemische Schicht

Die chemische Barriere der Haut besteht aus Lipiden, dem NMF (Natürlicher Feuchtigkeitsfaktor) und Verbindungen, die einen sauren pH-Wert aufrechterhalten. Der Säureschutzmantel der Haut hat einen leicht sauren pH-Wert zwischen 4 und 6 und bildet so ein antimikrobielles Milieu. Das bedeutet, dass unsere Haut eine Art natürliche Schutzschicht bildet, die verhindert, dass sich schädliche Bakterien oder Pilze unkontrolliert ausbreiten. Der Natürliche Feuchtigkeitsfaktor (NMF), der unter anderem aus Aminosäuren, Milchsäure und Harnstoff besteht, zieht Feuchtigkeit aus der Lederhaut (Dermis) in das Stratum corneum und trägt so zur Befeuchtung bei. Lipide tragen sowohl zur physikalischen als auch chemischen Hautbarriere bei, indem sie die Hornschicht vor transepidermalem Wasserverlust (Verdunstung), UV-Strahlen und Krankheitserregern schützen.3

Die mikrobiologische Schicht

Die Hautoberfläche ist von einer vielfältigen Gemeinschaft von kommensalen Mikroorganismen besiedelt, darunter Bakterien (wie z. B. Staphylococcus, Corynebacterium, Propionibacterium), Pilze, Viren und Milben.3 Diese vielfältige Gemeinschaft wird als Mikrobiom bezeichnet. Kommensal bedeutet, dass sich die Organismen von Nahrungsrückständen eines Wirtsorganismus (in diesem Fall der Mensch) ernährt, ohne ihm dabei zu schaden.7 Die Besiedelung der Hautoberfläche mit kommensalen Mikroben begrenzt den Raum und die Nährstoffe für andere, potenziell krankheitserregende Mikroorganismen.3

Die Zusammensetzung des Mikrobioms wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Dazu zählen unter anderem der pH-Wert, Temperatur, Körperregion, Alter, Hormonstatus, Körperhygiene, Kosmetik und UV-Strahlung.3

Die immunologische Schicht

Auch die immunologische Schicht leistet einen essenziellen Beitrag zur Hautbarriere. Sie besteht aus Immunzellen des angeborenen und adaptiven Immunsystems, die in der Epidermis und Dermis vorkommen, wie z. B. Langerhans-Zellen, dermale dendritische Zellen und residente T-Zellen.3 Die Immunzellen der Haut erkennen Störungen der Barrierefunktion und initiieren entsprechende Immunwege und Signalwegantworten auf Schäden in der Barriere.3,4 Darüber hinaus verfügt die Haut über ein angeborenes chemisches Abwehrsystem, das aus antimikrobiellen Proteinen besteht. Diese bilden einen schnellen und direkten Schutz, indem sie das mikrobielle Wachstum hemmen. Sie sind auch an der Immunregulation und der Stärkung der Hautbarriere beteiligt.3,8

Periorale Dermatitis – gestörte Barriere durch Überpflegung der Haut

Die Hautbarriere kann durch eine Vielzahl verschiedener Ursachen aus dem Gleichgewicht geraten. Dabei spielen genetische Faktoren, Umweltfaktoren und Chemikalien, mikrobielle Faktoren, Krankheiten sowie der allgemeine Lebensstil eine Rolle.3,8,9 Und letztlich nimmt auch die Hautpflegeroutine entscheidenden Einfluss auf die Hautqualität. Mit einer Pflege, die auf Hauttyp und eventuelle Hauterkrankungen abgestimmt ist, lässt sich die Haut unterstützen.

Der übermäßige oder für den Hauttyp unpassende Einsatz von Kosmetik- und Pflegeprodukten hingegen kann zu einer Überpflegung der Haut führen. So kann zum Beispiel das häufige Auftragen von für den Hauttyp ungeeigneten Feuchtigkeitscremes die natürliche Barrierefunktion beeinträchtigen und so das Gegenteil bewirken – nämlich zu Feuchtigkeitsverlust führen. Dies setzt häufig einen Teufelskreis in Gang, da durch das Trockenheits- und Spannungsgefühl die Hautregionen vermehrt mit dem unpassenden Produkt eingecremt werden.

Reichhaltige und ölhaltige Produkte können die oberste Hautschicht aufquellen lassen und schädigen.10,11 Emulgatoren in Feuchtigkeitscremes (Inhaltsstoffe, die dazu beitragen, dass sich das Produkt leicht verteilen lässt) können die Struktur der Lipide im Stratum Corneum verändern und so die Barrierefunktion beeinträchtigen. Parabene (Konservierungsstoffe) können eine Dysbiose – ein Ungleichgewicht des Hautmikrobioms – fördern.3

Wenn sich dann Rötungen und Schwellungen um Mund, Nase und Augen, kleine Pusteln und trockene, schuppige Hautpartien bemerkbar machen, kann eine periorale Dermatitis vorliegen, auch Mundrose genannt, – ein entzündlicher Hautausschlag, der vor allem bei überpflegter Haut im Gesicht auftritt.11,12

image
Trockenheit, Schuppen, Pickel um den Mund – überpflegte Haut Symptome10,11,12,13

Die Symptome der perioralen Dermatitis können individuell unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Oft zeigen sich bei überpflegter Haut Pickel, Ausschlag und Rötungen. Typischerweise lässt sich an folgenden Anzeichen eine überpflegte Haut erkennen:

  • entzündlicher Hautausschlag im Gesicht, der sich vor allem rund um den Mund (pe-rioral) bildet. Es können auch andere Stellen wie um die Augen, an den Augenli-dern, an der Nase oder das ganze Gesicht betroffen sein
  • gerötete und leicht geschwollene Hautregionen
  • zahlreiche kleine rötliche Papeln, kleine erhabene Knötchen, und teilweise auch entzündliche Eiterbläschen (Pusteln)
  • ein trockenes, brennendes oder spannendes Hautgefühl
  • leichte Schuppenbildung
  • gelegentlicher Juckreiz
  • ein schmaler, aussparender Streifen rund um die Lippen bleibt frei von Hautveränderungen und ist typisch für die periorale Dermatitis
  • Hautveränderungen können symmetrisch auf beiden Gesichtshälften auftreten

Überpflegung der Haut und weitere Ursachen für periorale Dermatitis

Die genauen Ursachen der perioralen Dermatitis sind nicht vollständig bekannt. Es gibt jedoch mehrere Faktoren, die als Auslöser oder Verschlimmerung der Beschwerden diskutiert werden. Dazu zählen:

  • Überpflegung der Haut, also übermäßiger oder für den Hauttyp ungeeigneter Einsatz von Kosmetik- und Pflegeprodukten: Das häufige Auftragen von ungeeigneten Feuchtigkeitscremes kann die natürliche Barrierefunktion der Haut stören. Reichhaltige und ölhaltige Produkte können die oberste Hautschicht aufquellen lassen und schädigen.10,11,12
  • Hormonstörungen oder -veränderungen: Auch während der Pubertät, Schwangerschaft oder Menopause kann eine Mundrose auftreten10,11,12
  • Stress11
  • Trockener Hauttyp11
  • Intensive Sonneneinstrahlung oder künstliches UV-Licht, z. B. im Sonnenstudio11
  • Störung des Hautmikrobioms durch Veränderungen der auf der Haut lebenden Mikroorganismen12
  • Genetische Faktoren können die Anfälligkeit für periorale Dermatitis erhöhen12
  • Mechanische Irritationen,14 zum Beispiel, wenn man beim Eincremen zu stark reibt oder massiert, zu oft grobe Peelings verwendet oder die Haut ständig mit Wattepads, Tüchern oder den Händen reizt.

Gut zu wissen:
Bei einigen Betroffenen kann eine vorausgegangene Behandlung einer Erkrankung im Ge-sicht mit verschreibungspflichtigen lokalen Glukokortikoiden, wie z. B. Kortisoncreme, eine periorale Dermatitis beeinflussen. Die unkontrollierte lokale Anwendung solch einer Creme, die über die Behandlung der eigentlichen Krankheit hinausgeht, kann das Hautbild einer bestehenden perioralen Dermatitis verschlimmern und es bei langfristiger Anwendung so-gar schädigen.11,13

Periorale Dermatitis: Creme & Co. meiden

Die Behandlung einer perioralen Dermatitis ist individuell verschieden und richtet sich nach der Schwere der Symptome sowie dem Leidensdruck der Betroffenen. In erster Linie geht es darum, die überpflegte Haut zu regenerieren.

Um die Mundrose zu behandeln, nimmt die sogenannte Null-Therapie einen wichtigen Stellenwert ein. Diese Behandlung beschreibt den vollständigen Verzicht auf alle bisherigen Kosmetikartikel und Pflegeprodukte für die überpflegte Gesichtshaut über mehrere Wochen oder sogar Monate. So werden bei perioraler Dermatitis Creme, Waschlotionen, Peelings und Make-up gemieden. Die Haut sollte stattdessen ausschließlich mit lauwarmem Wasser gereinigt werden, eventuell mit milden Seifen oder Syndets (synthetische Detergenzien). Diese sind seifenfreie Reinigungsmittel, die aus künstlich hergestellten waschaktiven Substanzen bestehen. Es ist wichtig, Geduld und Disziplin zu haben, da es einige Wochen bis Monate dauern kann, bis sich die Haut erholt.10,12,13

Zu Beginn der Null-Therapie kann es zu einer kurzfristigen Verschlimmerung der Beschwerden oder „Entzugserscheinungen“ kommen, wie zunehmenden Rötung, Brennen, Juckreiz und einem verstärkten Spannungsgefühl. Das Hauptziel ist es, die Hautbarriere zu stärken und die Haut in ihren natürlichen Zustand zurückzuführen.

Neben den bereits genannten Kosmetik- und Pflegeprodukten sollten auch direktes UV-Licht und extreme Temperaturen gemieden werden, da sie die Haut zusätzlich reizen können. Produkte mit Alkoholen, ätherischen Ölen und Duftstoffen sollten ebenfalls vermieden werden. Peelings und das Reiben der Haut mit Waschlappen oder Handtüchern bedeutet unnötige Irritation für die Haut.

Um Spannungsgefühle zu lindern und die Null-Therapie besser durchzuhalten, kann die Haut bei Bedarf mit einem mineralhaltigen Wasserspray besprüht werden. Sanfte Öle, z. B. Jojobaöl, können – sparsam angewendet – die Haut beruhigen. Rötungen, Brennen, Juckreiz und Spannungen lassen sich mit Schwarztee-Umschlägen lindern. Für dieses Mundrose Hausmittel wird Schwarztee aufgekocht und abgekühlt. Ein sauberes darin getränktes Baumwolltuch wird auf die betroffenen Stellen gelegt.10,12 Auch kann bei perioraler Dermatitis Zinksalbe zum Einsatz kommen15, um dem Ausschlag entgegenzuwirken.

Bei stärkeren Symptomen oder wenn die Null-Therapie allein nicht ausreicht, um die überpflegte Haut zu regenerieren, können topische Medikamente eingesetzt werden, also wirkstoffhaltige Formulierungen, die direkt auf die Haut aufgetragen werden, wie zum Beispiel Antibiotika, Calcineurinhemmer oder Azelainsäure. Kortisonhaltige Cremes bei Perioraler Dermatitis sind nicht geeignet, da sie die Entzündung nur kurzfristig unterdrücken, die Haut schädigen und das Hautbild verschlechtern können.11,12,13

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine Blickdiagnose und Anamnese durch einen Hautarzt bzw. eine Hautärztin. Bei der Anamnese werden Fragen zur Dauer des Ausschlags, verwendeten Kosmetikprodukten und der Anwendung von Kortisonprodukten gestellt. Es ist wichtig, die periorale Dermatitis von anderen Hauterkrankungen wie Rosazea, Akne, atopischer Dermatitis (Neurodermitis) oder seborrhoischem Ekzem abzugrenzen. Für die Diagnose und Behandlung sollte man sich immer an eine Fachärztin oder einen Facharzt für Dermatologie wenden.10,11,12,13

image

Hautpflege für Minimalisten: Tipps für die tägliche Pflegeroutine

Für eine gute tägliche Pflegeroutine, insbesondere für überpflegte Haut, gilt: weniger ist mehr – um die natürliche Hautbarriere zu stärken und Irritationen zu vermeiden. Folgende Schritte sind in dieser Reihenfolge empfehlenswert:16

  • 1. Gesicht waschen und sanft trockentupfen
    Reinigen Sie das Gesicht mit lauwarmem, klarem Wasser. Eventuell können milde Seifen oder Syndets verwendet werden. Verwenden Sie einen sanften pH-hautneutralen Reiniger, wie z. B. den Reinigungsschaum Sensitiv von SALTHOUSE Totes Meer Therapie. Der Reinigungsschaum besitzt eine sensitive Pflegeformel, die mit ihrer Schaumtextur besonders sanft und gründlich reinigt und erfrischt – dabei die Haut aber nicht austrocknet. Sie enthält neben naturreinen Totes Meer Mineralien zusätzlich Panthenol und Allantoin und sorgt für spürbare Beruhigung leicht reizbarer Haut. Die Formel bewahrt die Feuchtigkeit der Haut und unterstützt die natürliche Hautschutzbarriere. So sorgt sie für ein ausgeglichenes Hautbild ohne Spannungsgefühle. Tupfen Sie die Haut nach der Reinigung sanft trocken.
  • 2. Falls Medikamente oder andere spezielle Behandlungsprodukte verwendet werden, diese direkt nach der Reinigung auftragen.
  • 3. Feuchtigkeitspflege und Sonnenschutz (falls nicht bereits in Feuchtigkeitspflege integriert) auftragen
    Verwenden Sie eine Feuchtigkeitspflege mit beruhigenden und pflegenden Eigenschaften, z. B. SALTHOUSE Totes Meer Hyaluron-Gesichtscreme 24h. Die beruhigende Creme mit wertvollen, naturreinen Mineralien aus dem Toten Meer und Hyaluronsäure kann helfen, die Haut langanhaltend mit Feuchtigkeit zu versorgen und das interzelluläre Feuchthaltevermögen der Haut zu verbessern. Der enthaltene Wirkstoff-Komplex Defensil®, bestehend aus Echiumöl, beruhigt durch Juckreiz und Rötungen gereizte, trockene Haut. Kombiniert mit Panthenol und Vitamin E wird die natürliche Hautschutzbarriere gestärkt, die Zellerneuerung gefördert und die Haut regeneriert. Die Creme hat eine angenehm leichte Textur und sorgt für ein glattes, entspanntes und gesundes Hautgefühl. Tragen Sie die Feuchtigkeitspflege morgens und abends auf die noch feuchte Haut auf. Bei überpflegter Haut sollten zunächst fettende und ölhaltige Kosmetika gemieden werden. Tragen Sie tagsüber einen Sonnenschutz auf.

Den eigenen Hauttyp bestimmen17,18 – und überpflegte Haut zukünftig vermeiden

Um die Hautpflege optimal auf die Bedürfnisse der Haut einstellen zu können und keine überpflegte Haut zu riskieren, ist es hilfreich, den eigenen Hauttyp zu kennen. Denn: Während eine trockene Haut sich über eine reichhaltige Feuchtigkeitscreme freut, ist dies für eine fettige Haut eventuell schon zu viel des Guten. Die Folge könnte eine unangenehme Mundrose sein.

Grundsätzlich kann zwischen vier Hauttypen unterschieden werden. Aufgrund ihrer individuellen Eigenschaften sind sie auf bestimmte Pflege angewiesen.

  • Normale Haut ist kleinporig, gleichmäßig, glatt, geschmeidig, rosig und unempfindlich. Außerdem spannt und fettet sie nicht. Mit einer leichten Pflegecreme ist die normale Haut tags-über gut versorgt. Für die Nacht kann eine fettreichere Creme aufgetragen werden.
  • Fett-feuchte Haut ist großporig, grob, stark glänzend und neigt zu Mitessern und Akne. Sie ist unempfindlich, kräftig und robust. Als Pflege eignet sich vor allem ein leichtes Feuchtigkeitsgel, das Fett aufnehmen kann.
  • Fettarm-trockene Haut ist oft schuppig, rau, glanzlos und empfindlich. Sie neigt zu Spannungen, Juckreiz und Rötungen. Ihr mangelt es an Feuchtigkeit. Deshalb sind reichhaltige Cremes oder lipidreiche Emulsionen für die Pflege geeignet.
  • Mischhaut ist fettig und neigt zu Mitessern in der T-Zone (Stirn, Nase, Kinn). An Schläfen und Wangen hingegen ist sie trocken und empfindlich. Da sie Regionen mit unterschiedlichen Ansprüchen hat, ist hier auf eine gesonderte Pflege zu achten. Für die eher fettige T-Zone ist wie bei der fett-feuchten Haut ein leichtes fettaufnehmendes Feuchtigkeitsgel geeignet. Die trockenen Bereiche sollten mit einer reichhaltigen Feuchtigkeitscreme versorgt werden.

1 https://www.springerpflege.de/hautpflege/hauterkrankungen/haut-aufbau-funktion-und-krankheiten/15089698
2 https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/haut-und-allergie/haut-aufbau-funktionen-und-aufgaben/
3 Rajkumar J et al. The Skin Barrier and Moisturization: Function, Disruption, and Mechanisms of Repair. Skin Pharmacol Physiol 2023; 36 (4): 174–185. doi: 10.1159/000534136.
4 Mikolajczyk R, Roesner LM. Grundlegende Aspekte zum Hautmikrobiom. Hautarzt 2019; 70: 400–406. https://doi.org/10.1007/s00105-019-4412-x.
5 Rawlings AV, Harding CR. Moisturization and skin barrier function. Dermatol Ther 2004: 17 Suppl 1: 43–48. doi: 10.1111/j.1396-0296.2004.04s1005.x.
6 https://flexikon.doccheck.com/de/Natural_Moisturizing_Factor (letzter Abruf: 30.05.2025)
7 https://flexikon.doccheck.com/de/Kommensale
8 Baroni A et al. Structure and function of the epidermis related to barrier properties. Clin Dermatol 2012; 30 (3): 257–262. doi: 10.1016/j.clindermatol.2011.08.007.
9 Dąbrowska AK et al. The relationship between skin function, barrier properties, and body-dependent factors. Skin Res Technol 2018; 24 (2): 165–174. doi: 10.1111/srt.12424.
10 https://www.tk.de/techniker/krankheit-und-behandlungen/erkrankungen/behandlungen-und-medizin/haut-und-geschlechtskrankheiten/was-ist-eine-periorale-dermatitis-2017580
11 https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/haut-haare-naegel/mundrose.html
12 https://www.deine-gesundheitswelt.de/krankheit-behandlung-und-pflege/mundrose
13 https://flexikon.doccheck.com/de/Periorale_Dermatitis
14 https://www.ptaheute.de/aktuelles/2023/02/03/was-ist-eigentlich-die-stewardessen-krankheit
15 https://www.neurodermitis.net/wissenswertes/periorale-dermatitis
16 https://www.aad.org/public/everyday-care/skin-care-basics/care/apply-skin-care-certain-order
17 https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-082016/pflegefahrplan-fuer-die-haut/
18 https://www.pharmazeutische-zeitung.de/medizin2-07-2005/

ARTIKEL MIT ANDEREN TEILEN

Hier haben Sie die Möglichkeit den Artikel mit anderen zu teilen.