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Reibeisenhaut – was es mit Keratosis pilaris auf sich hat

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Verhärtete kleine Pickel am Oberschenkel, rote Punkte am Arm oder am Gesäß? Betroffene Hautstellen fühlen sich rau, trocken und uneben an? Es lässt sich auf der Haut eine Verhornung beobachten? Dabei kann es sich um die sogenannte Reibeisenhaut handeln – medizinisch Keratosis pilaris. Sie ist eine häufig vorkommende Hautstörung, die zwar harmlos ist, aber von den Betroffenen als kosmetisch sehr störend empfunden werden kann. Der Grund für die Veränderung der Haut ist eine Verhornungsstörung: Es wird zu viel Keratin produziert – ein Strukturprotein, das beim Menschen in Haut, Haaren und Nägeln vorkommt. Die Folge: Die Poren bzw. Haarfollikel verstopfen und es bilden sich die für Reibeisenhaut typischen kleinen verhärteten Papeln. Die gute Nachricht: Um Reibeisenhaut zu behandeln, genügt häufig schon eine angepasste Hautpflege. Nur bei schwerwiegenderen Fällen kann eine ärztliche Behandlung der Reibeisenhaut, z. B. mit Lasern, notwendig sein.1,2,3

Artikelübersicht

Vorkommen – wer ist von Reibeisenhaut betroffen?

Keratosis pilaris ist eine weltweit häufig vorkommende Hautstörung – etwa 40 Prozent der Allgemeinbevölkerung leiden unter der Verhornungsstörung. Üblicherweise tritt die Reibeisenhaut mit ihren roten Pickeln auf der Haut erstmals im Kindesalter auf. Im Jugendalter kommt es zum stärksten Ausmaß, rund 50 bis 80 Prozent der Jugendlichen sind betroffen – vor allem Mädchen und junge Frauen in der Pubertät. Bei 51, 35, 12 bzw. 2 Prozent der Betroffenen beginnt die Hautveränderung im ersten, zweiten, dritten und vierten Lebensjahrzehnt.3,4,5,6

Symptome von Keratosis pilaris

Bei der Reibeisenhaut handelt es sich um eine chronische Hautstörung mit möglichen episodischen Schüben – so kann es Abschnitte des Verlaufs geben, in denen sich die Symptome verschlechtern, aber auch symptomfreie Abschnitte. Mit zunehmendem Alter kommt es zur Verbesserung.4 Die körperlichen Symptome sind zwar grundsätzlich nicht besonders schwerwiegend – jedoch können die Hautveränderungen als starkes kosmetisches Problem wahrgenommen werden und somit für die Betroffenen sehr unangenehm sein. Vor allem, wenn die Reibeisenhaut im Gesicht auftritt.

Die typischen Symptome von Keratosis pilaris sind:1,2,3,6

  • (hell-)rote oder hautfarbene, stecknadelgroße, verhärtete, raue Knötchen (med. Papeln) rund um die Haarfollikel – die kleinen Punkte auf der Haut können an Gänsehaut erinnern und verleihen ihr eine körnige Beschaffenheit
  • eingewachsene Haare in den Papeln, woraus Rötungen, Entzündungen, Juckreiz resultieren können
  • raue, trockene und unebene Haut
  • beim Streichen über die kleinen Punkte auf der Haut stellt sich das typische Reibeisengefühl ein
  • vor allem tritt die Reibeisenhaut am Oberarm, Oberschenkel, Gesäß und seitlichen Gesicht auf
  • die Beschwerden verschlechtern sich häufig im Winter, zum Beispiel aufgrund von trockener Haut, Reibung durch Kleidung oder durch trockene Heizungsluft, und verbessern sich wiederum im Sommer

Weitere Formen von Keratosis pilaris4

Neben der am häufigsten vorkommenden Form Keratosis pilaris simplex, gibt es weitere Varianten, wie zum Beispiel Keratosis pilaris rubra, Erythromelanosis follicularis faciei et colli und das Spektrum der Keratosis pilaris atrophicans.

Bei der Form Keratosis pilaris rubra zeigen sich vorherrschend die Symptome der Keratosis pilaris im Gesicht, insbesondere seitlich an den Wangen. Mit dieser Form der Reibeisenhaut ist ein besonders hoher psychologischer Druck verbunden, da die Stellen sehr exponiert sind. Diese Form der Reibeisenhaut im Gesicht kann sich nach der Pubertät sowohl verschlimmern als auch fortbestehen.

 

Eine seltenere Variante ist die sogenannte Erythromelanosis follicularis faciei et colli. Sie beginnt im Jugendalter. Typische Symptome sind Hautrötungen, vermehrte Pigmentierung und kleine stark verhornende Papeln an Wangen, Schläfen und Hals sowie kleine Pickel am Oberarm, vor allem an den Streckseiten.

Weitere seltenere Varianten werden unter dem Oberbegriff Keratosis pilaris atrophicans zusammengefasst. Im Gegensatz zu den anderen Varianten besteht bei diesen die Gefahr z. B. von Narbenbildung und Haarausfall.

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Wie kommt es zur Reibeisenhaut – und was ist die Ursache?

Bei Reibeisenhaut handelt es sich um eine Verhornungsstörung, sprich: Der Körper produziert zu viel Keratin – das am häufigsten vorkommende Protein in Haut, Haaren und Nägeln. Dieses lagert sich an den Haarfollikeln ab, sodass die Poren verstopfen. Talg kann nicht mehr abfließen, sondern lagert sich stattdessen ebenfalls ab. Dies kann eine Entzündung der Talgdrüsen zur Folge haben. Außerdem kommt es dann zu kleinen hautfarbenen oder roten Verhärtungen (Papeln), die typisch für Keratosis pilaris sind.2,8 Von Betroffenen werden sie meist als rote Punkte am Arm, Pickel auf dem Oberschenkel oder im Gesicht wahrgenommen.

Die Ursache für die Überproduktion des Keratins ist bisher unklar. Eine Vermutung ist, dass es durch eine genetische Mutation im Protein Filaggrin ausgelöst wird.9 Es konnte außerdem beobachtet werden, dass Reibeisenhaut familiär gehäuft vorkommt, was vermuten lässt, dass sie genetisch bedingt ist. Zudem neigen Menschen, die bereits unter Ekzemen (entzündliche Hautveränderungen) oder trockener Haut leiden, eher zu Reibeisenhaut.1,9

Interessant: Aufgrund von Überschneidungen bei bestimmten genetischen Mutationen ist Keratosis pilaris eng mit der Hautkrankheit Neurodermitis verbunden. Eine Vermutung ist, dass durch die Reibeisenhaut verursachten Störungen der Hautbarriere die Entwicklung einer Neurodermitis ermöglichen.5

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Keratosis pilaris behandeln – Hautpflege und weitere Möglichkeiten

Bemerken Betroffene kleine juckende Pickel auf der Haut, rote Punkte am Arm, an den Oberarmen Reibeisenhaut oder an den Beinen Pickel, kann es notwendig sein, dies ärztlich abklären zu lassen. Grundsätzlich ist Keratosis pilaris zwar eine harmlose Hautstörung, die mit einer auf die Beschwerden abgestimmten Hautpflege gut in den Griff zu bekommen ist.1,2 Ein Arztbesuch ist nicht immer notwendig. Treten jedoch Juckreiz, Hautreizungen oder andere Auffälligkeiten auf, kann es hilfreich sein, eine Hautarztpraxis aufzusuchen. Dort können die Beschwerden mit speziellen Reibeisenhaut-Cremes oder Salben behandelt werden. Bei schwereren Fällen kann für die Behandlung von Reibeisenhaut eine Lasertherapie in Frage kommen. Die gute Nachricht: Reibeisenhaut ist zwar nicht heilbar, aber mit zunehmendem Alter lassen die Symptome nach.3

Die Diagnose „Keratosis pilaris“ erfolgt in erster Linie klinisch anhand der Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Im Rahmen des Anamnese-Gespräches wird nach bisherigen Behandlungsversuchen gefragt und nach den Auswirkungen, die die Hautstörung auf das allgemeine Wohlbefinden hat. Bei der körperlichen Untersuchung stehen das Erscheinungsbild und die Symptome sowie die Lokalisation der Hautveränderungen im Fokus. Zur genaueren Beurteilung der Hautveränderungen benutzt die Ärztin oder der Arzt möglicherweise ein Dermatoskop – eine spezielle Lupe –, um Anomalien der Haarfollikel zu erkennen. Dabei können dünne, kurze oder eingerollte Haarschäfte sowie Schuppung und Rötungen erkannt werden. Eine Biopsie, also eine Zell- oder Gewebeprobe, ist in der Regel nicht erforderlich.10

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Die passende Hautpflege bei Reibeisenhaut

Mit einer geeigneten Pflegeroutine lässt sich in den meisten Fällen die Reibeisenhaut behandeln. Um die von Keratosis pilaris geplagte Haut nicht noch weiter zu reizen, sind dafür milde Reinigungs- und Pflegeprodukte empfehlenswert sowie eine sanfte Pflegeroutine. So können die störenden Pickel am Oberschenkel, die kleinen Pickel am Arm oder die roten Punkte auf den Beinen gut in den Griff bekommen werden. Das bedeutet:

  • Es ist empfehlenswert, sparsam mit Reinigungsmitteln und Seifen umzugehen und auf sanfte und pH-hautneutrale Pflegeprodukte zu setzen1, wie z. B. das pH-hautneutrale Duschgel von SALTHOUSE® Totes Meer Therapie. Es reinigt schonend, ohne die Haut auszutrocknen. Naturreine Totes Meer Mineralien und Panthenol wirken beruhigend und reizlindernd auf die Haut, verleihen entspannte Glätte und helfen, den Hautstatus zu verbessern. Das ebenfalls pH-hautneutrale Seifenfreie Waschgel von SALTHOUSE® Totes Meer Therapie enthält extra-milde Waschsubstanzen auf pflanzlicher Basis und reinigt Körper, Gesicht und Hände schonend, ohne die Haut zu reizen oder auszutrocknen.
  • Bei der Hautreinigung gilt es, heißes Wasser zu vermeiden. Besser ist es, lauwarm zu duschen bzw. sich zu waschen, um die Haut nicht zusätzlich auszutrocknen.1
  • Um die Haut nicht zu irritieren, sollte sie nach dem Duschen nur leicht trocken getupft werden, anstatt zu rubbeln.1
  • Wer der Haut mit einem Vollbad etwas Gutes tun möchte, der kann auf Öl- oder Kochsalzbäder setzen.7 Auch ein Vollbad mit SALTHOUSE Original Totes Meer Badesalz® ist wohltuend bei Hautirritationen sowie bei empfindlicher und trockener Haut. Das naturreine, kristalline Badesalz mit seiner einzigartigen Mineralienkombination aus Kalzium, Magnesium, Kalium und Brom besitzt hautberuhigende und feuchtigkeitsspendende Eigenschaften. Der natürliche Totes Meer Mineralienkomplex bringt die Haut wieder ins Gleichgewicht und pflegt sie geschmeidig glatt. Es löst verhornte Hautschuppen, klärt und beruhigt empfindliche bis problematische Haut.
  • Mit Hilfe eines Peelings mit speziellen Handschuhen oder einem Waschlappen können Verhornungen und Verstopfungen der Poren sanft gelöst werden. Um die Haut nicht zu sehr zu reizen, sollte allerdings nicht zu fest gerieben werden. Solch ein Peeling ist nicht häufiger als zweimal die Woche zu empfehlen,2 da es sonst die Haut zu sehr reizen würde. Als Peeling-Mittel können neben einem Peeling-Handschuh oder Waschlappen auch einfache Hausmittel zum Einsatz kommen, wie zum Beispiel Meersalz oder Kaffeesatz1 – auch Totes Meer Salz ist sehr gut für ein Peeling geeignet.
  • Beruhigende Feuchtigkeitscremes versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und unterstützen die Hautbarriere. Parfümfreie Produkte sind hierbei die erste Wahl, um die Entwicklung einer Kontaktallergie gegen Duftstoffe zu vermeiden und die Haut nicht zusätzlich zu belasten. Geeignete Inhaltsstoffe sind zum Beispiel Milchsäure, Propylenglykol, Salicylsäure und Harnstoff (Urea).4 Denn: Sie haben zusätzlich eine keratolytische Wirkung – sind also hornlösend4 und können somit die roten Punkte auf den Beinen oder die kleinen Pickel am Arm auflösen. Die Body Milk Urea Repair 10 % von SALTHOUSE® Totes Meer Therapie ist eine reichhaltige Pflege, die speziell zur effizienten Juckreizberuhigung und intensiven Glättung von extrem trockener, rauer und gereizter Haut entwickelt wurde. Ihre sehr reichhaltige Wasser-in-Öl-Formulierung enthält wertvolle Totes Meer Mineralien, extra Magnesiumchlorid aus dem Toten Meer, 10 Prozent Urea und 5 Prozent Glycerin sowie Sheabutter und Olivenöl. Die besondere Rezeptur dieser reichhaltigen Pflege sorgt für spürbare Geschmeidigkeit und Entspannung, schützt die Haut vor übermäßigem Feuchtigkeitsverlust und bindet die Feuchtigkeit nachweislich 48 Stunden in der Haut. Sie hilft so, die Hautschutzbarriere zu stärken und die natürliche Feuchtigkeitsbalance der Haut wiederherzustellen. Auch die SALTHOUSE Totes Meer Therapie Körperlotion ist für die Pflege bei Keratosis pilaris geeignet: Mit ihrer pflegenden Formel aus naturreinen Totes Meer Mineralien, Urea und Panthenol spendet sie intensive Feuchtigkeit und wirkt wohltuend bei Hautirritationen. Reichhaltige Naturöle sorgen für spürbar mehr Geschmeidigkeit und ein entspanntes, gesundes Hautgefühl. Zudem schützen Vitamin E und Q10 vor freien Radikalen und helfen, die natürliche Barrierefunktion der Haut zu stabilisieren. Freie Radikale sind hochreaktive, schädliche Moleküle mit ungepaarten Elektronen. Hochreaktiv bedeutet, dass sie sofort nach anderen Molekülen „suchen“, um ihre Elektronenlücke auszugleichen – dabei können sie Zellen beschädigen.

Und was hilft sonst noch bei Reibeisenhaut?

Grundsätzlich ist natürliche eine gründliche Körperhygiene empfohlen. Kleine Pickel am Oberarm, rote Punkte auf den Beinen oder im Gesicht sollten – auch falls sie jucken – keinesfalls aufgekratzt werden, um Entzündungen und Narbenbildung weitestgehend zu verhindern.2 Betroffene können außerdem versuchen, eine Verbesserung ihres Hautzustandes zu erzielen, indem sie regelmäßig, aber kontrolliert Sonnenbaden. Denn: UV-Strahlen regen die Vitamin D-Produktion an, was wiederum die Haut stärkt.3 Selbstverständlich ist das Sonnenbaden in einem für die Haut gesunden Rahmen durchzuführen, so sollte immer auch die Hautkrebsgefahr berücksichtigt werden.3 Wer sehr sonnenempfindliche Haut hat oder sich länger in der Sonne aufhält, sollte stets einen entsprechenden Sonnenschutz auftragen – bei der Wahl des Produktes ist darauf zu achten, dass es die Haut nicht zusätzlich reizt.

Eine ausreichende Befeuchtung der Haut kann zudem mit einer über den Tag verteilten Flüssigkeitszufuhr unterstützt werden. Generell wirkt sich natürlich auch eine ausgewogene Ernährung positiv auf das Hautbild aus. Der Konsum von Kaffee, Nikotin, Zucker und Alkohol könnte die Entstehung von Reibeisenhaut beeinflussen und sollte daher gemieden oder zumindest reduziert werden. Die Förderung der Durchblutung, etwa durch regelmäßige Saunabesuche, kann ebenfalls positive Effekte auf das Hautbild haben.2

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Medizinische Hautpflege bei Reibeisenhaut

In schwerwiegenderen Fällen, wenn zum Beispiel Juckreiz, Brennen oder Entzündungen auftreten, ist es empfehlenswert, dies ärztlich abklären zu lassen. So kann bei Entzündungen zum Beispiel eine kortisonhaltige Salbe verordnet werden.2 Auch sogenannte Retinoide zum Auftragen auf die Haut kommen für die Behandlung von Reibeisenhaut in Frage, da sie eine entzündungshemmende Wirkung sowie die Eigenschaft haben, verstopfte Poren zu befreien bzw. Mitesser und Pickel aufzulösen. Calcineurin-Hemmer – ebenfalls zum Auftrag auf die Haut – reduzieren die Menge entzündungsfördernder Zytokine in der Haut.4

Mit Hilfe von Peelings können Hautschuppen und abgestorbene Hautzellen entfernt – und somit Verhornungen gelöst werden. Bringen eigens durchgeführte Peelings mit Hausmitteln wie Meersalz, Totes Meer Salz oder Kaffeesatz keine Besserung, so sind chemische Peelings, wie zum Beispiel mit Salicylsäure, Retinoiden, Harnstoff (Urea), Fruchtsäuren oder Milchsäure eventuell eine Option für die Behandlung von Reibeisenhaut. Solch ein chemisches Peeling sollte mindestens einmal pro Woche durchgeführt werden.3 Hierbei ist es empfehlenswert, sich in der Arztpraxis oder in der Apotheke von Fachpersonal dazu ausführlich beraten zu lassen. Beim Auftreten von Irritationen oder anderen Hautveränderungen sollte immer umgehend Rücksprache gehalten werden.1,2

Ärztliche Laserbehandlung einer Keratosis pilaris1,2

Bei ausgeprägten Verhornungsstörungen und dadurch starkem psychischen Leidensdruck kann eine Behandlung der Reibeisenhaut mit einem Laser in Erwägung gezogen werden. Diese kommt auch für Betroffene in Frage, denen topische Medikamente – also eine Reibeisenhaut-Creme oder Salbe zum Auftragen auf die Haut – keine Besserung verschaffen.6 Durch die gezielte Laserbestrahlung der betroffenen Hautstellen kann in den meisten Fällen eine deutliche Verbesserung erzielt werden. Das Lasern verringert Schwellungen und Rötungen und reduziert den Juckreiz.

Für die Behandlung von Reibeisenhaut und seinen Unterformen gibt es verschiedene Laser- und Licht-Arten, die angewendet werden können: So scheinen sogenannte Pulsed Dye Laser (PDL) sowie eine Behandlung mit Intense Pulsed Light (IPL) bei der Behandlung von Keratosis pilaris rubra und Keratosis pilaris atrophicans wirksam zu sein. Sogenannte Diodenlaser und Nd YAG-Laser könnten eine geeignete Therapie-Option bei Keratosis pilaris sein.11 Weitere Laser-Optionen zur Behandlung von Reibeisenhaut sind Alexandrit-Laser und CO2-Laser.12 Möglicherweise könnte auch eine photopneumatische Therapie eine Option bei Keratosis pilaris sein: Dabei wird die IPL-Therapie mit einem sanften Vakuum kombiniert.12

 

Eine Laser-Behandlung erfolgt immer durch einen Hautarzt oder eine Hautärztin. Für gewöhnlich sind mehrere Sitzungen nötig, die in regelmäßigen Abständen wahrgenommen werden. Auch wenn eine Laser-Therapie die Symptome der Reibeisenhaut verbessern kann, sind Nebenwirkungen möglich. So können vorrübergehend Rötungen und Ödeme (Wasseransammlungen) nach der Sitzung auftreten. Außerdem besteht ein Risiko für Pigmentveränderungen.4 Je nach Behandlungsverlauf in der Sitzung müssen Behandelte damit rechnen, dass die Abheilungszeit einige Tage in Anspruch nimmt, bevor sich das Ergebnis zeigt. Betroffene sollten außerdem beachten, dass es sich bei einer Laser-Behandlung der Reibeisenhaut nur um eine temporäre Lösung handelt – die positiven Effekte der Therapie halten meist nur ein paar Monate an.13

Betroffene, die an einer Laserbehandlung aufgrund ihrer Keratosis pilaris interessiert sind, werden sich wahrscheinlich darauf einstellen müssen, die Kosten selbst zu übernehmen, da diese in den meisten Fällen nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.


1 https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/haut-und-allergie/reibeisenhaut-ursachen-und-behandlung-der-keratosis-pilaris/
2 https://www.deine-gesundheitswelt.de/vorsorge-impfschutz/reibeisenhaut
3 https://flexikon.doccheck.com/de/Keratosis_pilaris
4 Drivenes JL, Vasilescu IC, Bygum A. Keratosis pilaris. Tidsskr Nor Laegeforen 2023; 143 (5). doi: 10.4045/tidsskr.22.0513
5 Wang MA, Wilson A, Murrell DF. A Review of the Scoring and Assessment of Keratosis Pilaris. Skin Appendage Disord 2023; 9 (4): 241–251. doi: 10.1159/000529487
6 Kodali N, Patel VM, Schwartz RA. Keratosis pilaris: an update and approach to management. Ital J Dermatol Venerol 2023; 158 (3): 217–223. doi: 10.23736/S2784-8671.23.07594-1
7 https://www.altmeyers.org/de/dermatologie/keratosis-pilaris-simplex-2088
8 https://www.ikk-classic.de/gesund-machen/leben/reibeisenhaut
9 https://www.health.harvard.edu/diseases-and-conditions/keratosis-pilaris-treatment-and-self-care-for-this-common-skin-condition
10 Pennycook KB, McCready TA. Keratosis Pilaris. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2023 Jun 26. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK546708/
11 Maghfour J et al. Treatment of keratosis pilaris and its variants: a systematic review. J Dermatolog Treat 2022; 33 (3): 1231–1242. doi: 10.1080/09546634.2020.1818678
12 Wang JF, Orlow SJ. Keratosis Pilaris and its Subtypes: Associations, New Molecular and Pharmacologic Etiologies, and Therapeutic Options. Am J Clin Dermatol 2018; 19 (5): 733–757. doi: 10.1007/s40257-018-0368-3
13 https://www.apotheken-umschau.de/mein-koerper/haut-und-haare/wie-ein-reibeisen-was-hilft-bei-rauer-pusteliger-haut-1118703.html

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