Nebenwirkungen und Risiken von ästhetischer Dermatologie
Ästhetische Hautbehandlungen können trotz der meist minimalinvasiven oder nichtoperativen Methoden mit hohen gesundheitlichen Risiken verbunden sein und sollten keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden. So können Patientinnen und Patienten zum Beispiel auf Materialien wie Botox oder Hyaluronsäure allergisch reagieren. Typische Folgen sind dann Rötungen, Schwellungen und Juckreiz. Nach Injektionen können Blutergüsse und Schwellungen auftreten, die jedoch für gewöhnlich innerhalb weniger Tage wieder abklingen. Zudem birgt jede Verletzung der Haut, wie zum Beispiel beim Microneedling, das Risiko einer Infektion. Es können Hautirritationen, Verbrennungen oder Pigmentstörungen auftreten, z. B. nach Laser-Behandlungen. Letztlich können durch Überkorrekturen oder falsch platzierte Injektionen auch unnatürliche oder asymmetrische Ergebnisse die Folge einer Behandlung sein.15,16,17,18
Um die Risiken zu minimieren, ist es entscheidend, dass die Behandlungen von qualifizierten Fachkräften unter hygienischen Bedingungen durchgeführt werden. Eine ausführliche Beratung und realistische Erwartungen sind ebenfalls wichtig, um Komplikationen vorzubeugen.
Wer eine ästhetische Hautbehandlung in Erwägung zieht, sollte sich außerdem zuvor gründlich mit dem Thema auseinandersetzen. Besonders wichtig ist es, die persönliche Motivation für den Eingriff ehrlich zu hinterfragen und umfassende Informationen über das geplante Verfahren einzuholen. Neben medizinischen Aspekten wie den Erfolgsaussichten, Risiken, möglichen Komplikationen und Kosten darf nicht vergessen werden, dass jeder Eingriff auch einen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit bedeutet.
Eine gute Empfehlung, die Erhaltung des Hautbildes auch ohne derartige Eingriffe zu unterstützen, ist die Verwendung von geeigneten Hautpflegeprodukten. Zudem tragen ein gesunder Lebensstil sowie die Vermeidung von hautreizenden Faktoren (wie etwa UV-Strahlung) entscheidend zum Hauterscheinungsbild bei.